Laut dem Datenanalyse-Spezialisten GlobalData bildet „Health and Wellness“ seit dem ersten Quartal von 2021 den einflussreichsten Megatrend auf das Konsumverhalten der Menschen – und zwar weltweit. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Die voranschreitende Entstigmatisierung mentaler Probleme, das erhöhte Verständnis für die Korrelation von Umweltschutz und menschlichem Wohlbefinden sowie die gesteigerte Wertschätzung der eigenen körperlichen Gesundheit machen „Health and Wellness“ zur Top-Priorität.
Die Anforderungen an den Getränkemarkt verändern sich stetig, denn: Die Prioritäten von Konsumentinnen und Konsumenten werden von äußeren Aspekten beeinflusst und geformt. So lässt sich auch feststellen, dass „Health and Wellness“ in den letzten Jahren zu einem entscheidenden Kauffaktor geworden ist.
Für die Getränkebranche bedeutet das: Produkte anpassen, Innovationen vorantreiben und auf die Nachfrage der Konsumentinnen und Konsumenten reagieren. Eine Analyse des Marktforschungsunternehmens Mintel von November 2024 bis Oktober 2025 zeigt, dass eine entsprechende Anpassung neuer Produkte in Europa bereits erfolgt. So versprechen beispielsweise 44 Prozent der neueingeführten Getränke mehr Energie im Alltag.
Doch der Aspekt „Health and Wellness“ zielt nicht nur auf die gesundheitsfördernden Merkmale von Lebensmitteln ab. Auch eine ethische und nachhaltige Produktion der Getränke ist für viele Konsumentinnen und Konsumenten wichtig, da diese Faktoren das Gefühl beim Kauf bestimmter Produkte positiv beeinflussen. Die Wünsche der Kunden haben zu Entwicklungen innerhalb der Getränkeproduktion geführt, die das Bedürfnis nach gesundem und verantwortungsvollem Konsum erfüllen.
Für das gewisse Extra: Functional Drinks
Immer beliebter werden deshalb die sogenannten Functional Drinks, denen Mineralien oder andere Stoffe zugefügt werden, um das körperliche und geistige Wohlbefinden zu steigern. Besonders beliebt sind laut GlobalData dabei Getränke mit erhöhtem Proteinanteil, zusätzlichen Ballaststoffen und hinzugefügten Elektrolyten. Diese sollen das Gleichgewicht des menschlichen Metabolismus stärken und so zu einer insgesamt verbesserten Gesundheit führen. Doch auch Ergänzungsstoffe für mehr Energie im Alltag, eine verbesserte Konzentrationsfähigkeit oder erholsameren Schlaf sind in bestimmten Functional Drinks enthalten. Auf diese Weise gibt es für jedes Bedürfnis das passende Produkt.
Eine Umfrage von GlobalData aus dem ersten Quartal von 2025 zeigt, dass insbesondere die mentale Gesundheit, ein stabiler Energiehaushalt und eine gute Verdauung im Fokus der Verbrauchenden stehen. Um den verschiedenen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, etablieren sich Functional Drinks deshalb in den verschiedensten Getränkekategorien. Insbesondere funktionale Sportgetränke und Energy Drinks werden vermehrt auf den Markt gebracht, um die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit zu steigern sowie das Energielevel im Alltag zu erhöhen. Doch auch Softdrinks, Wässer, Säfte sowie Iced Coffee können mit Vitaminen, Elektrolyten, Proteinen oder anderen Ergänzungsstoffen angereichert und so zu Functional Drinks werden.
Die Getränkekategorie ist vielfältig und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten: Erfrischung, Geschmack und Funktion können in innovativen Produkten miteinander verbunden werden. Mit spezifischen Gesundheitsversprechen werden Kunden darüber hinaus individuell angesprochen, wodurch Functional Drinks auch einen zweiten Megatrend bedienen – und zwar „Individualism and Expression“. Dieser beschreibt, wie gut ein Produkt zu den persönlichen Anforderungen der Konsumierenden passt.
Darüber hinaus werden die Verpackungen der Getränke ebenfalls an ihre Funktion angepasst: So sollen Sportdrinks einfach mitzuführen und zu öffnen sein, damit Sporttreibende sie während der Aktivität problemlos nutzen können. Dieser bequeme Konsum von Functional Drinks positioniert die Getränke unter „Easy and Affordable“, einem dritten Megatrend. Als echte Allrounder ist ihre steigende Beliebtheit kaum verwunderlich – doch es gibt auch noch eine zweite Entwicklung, die von den „Health and Wellness“-Wünschen der Kunden profitiert.
Wissen, was drin ist: Clean Label
Bei Clean-Label-Produkten steht Transparenz an oberster Stelle: Die Verpackungen der Getränke sind oftmals nur noch minimalistisch beschriftet oder bilden bei Säften und Smoothies die Frucht ab, aus der das Produkt gewonnen wird. So sehen die Verbrauchenden auf einen Blick, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Das Bedürfnis nach dieser klaren Kommunikation ist simpel: Kunden meiden künstliche Zusatzstoffe vermehrt und greifen lieber zu möglichst natürlichen Produkten. „Clean” bezieht sich also nicht nur auf die Verpackung, sondern auch auf den Inhalt der Getränke.
Der Wunsch nach möglichst natürlichen Getränken mit einer überschaubaren Inhaltsliste ist einem erhöhten Bewusstsein für die eigene Gesundheit und Verantwortung für die Umwelt geschuldet. Und auch ethische Fragen rücken bei den Konsumentinnen und Konsumenten immer weiter in den Vordergrund. Sie greifen deshalb vermehrt zu Produkten, die sie als gesund, nachhaltig und fair produziert einschätzen. Eine klare Nennung der Inhaltsstoffe ist deshalb unabdingbar und sogenannte Clean Labels gewinnen – bei Herstellern und Kunden – immer mehr an Beliebtheit.
Neben „Health und Wellness” bedienen auch die Clean Labels noch zwei weitere Megatrends. Eine entscheidende Rolle spielt „Comfort and Uncertainty“, denn die Konsumentinnen und Konsumenten bevorzugen vertrauenswürdige Produkte. Eine transparente und leicht verständliche Kommunikation führt deshalb zu einem positiven Gefühl beim Produktkauf. Und auch „Sustainability and Ethics“ ist aufgrund der natürlichen Inhalte der Clean-Label-Getränke nicht zu vernachlässigen. Nachhaltig, natürlich, fair: Das sind die Schlagwörter, die diese Getränkekategorie vermittelt.
Angereichert, alkalisch, natürlich: Wässer bei Krones
Ob funktional oder ganz natürlich: Mit den verschiedenen Technologien von Krones unterstützt der Konzern seine Kunden dabei, den komplexen Anforderungen der Konsumentinnen und Konsumenten gerecht zu werden. Eine Lösung, die unter anderem zur Herstellung funktionaler Wässer genutzt werden kann, ist die Hydronomic MDS – ein Modul zur Feindosierung von Mineralien bei der Wasseraufbereitung. Die Dosierstation ermöglicht das präzise Beimischen verschiedenster Salze zur Anreicherung von Wässern. Zudem bietet sie die Möglichkeit, die beigefügten Mineralien flexibel an individuelle Rezepturen anzupassen. Das Ergebnis: Wässer, die vielfachen Anforderungen gerecht werden können – und sich somit bei den Functional Drinks einreihen.
Doch gesundheitsfördernde Aspekte in Getränken werden nicht nur durch die Hydronomic MDS ermöglicht. Zur Herstellung von alkalischen Wässern – sogenanntem „alkaline water” – setzt Krones auf den Einsatz eines Ionizer. Diese Wässer sollen das Säure-Base-Gleichgewicht wiederherstellen und so zu einem allgemein verbesserten Körpergefühl führen. Auch gegen Sodbrennen wird alkalisches Wasser gerne eingesetzt.
Sowohl Hydronomic MDS als auch Ionizer sind Module der Wasseraufbereitungsanlage Hydronomic. Diese ist aber nicht nur für die Herstellung funktionaler Wässer nützlich. Wer es lieber ganz natürlich möchte, kann mithilfe der Anlage auch konventionelle Wasser-Varianten produzieren – mit wenigen oder ganz ohne zusätzliche Mineralien. Auch Brau- oder Prozesswasser sowie Wasser als Rohstoff für Säfte, Softdrinks oder andere Getränke bereitet die Hydronomic auf. Auf diese Weise hilft Krones seinen Kunden dabei, die verschiedenen Anforderungen der Konsumierenden an die Produkte zu erfüllen.
Ein Trend für die Zukunft
Bereits jetzt sind Getränke mit Health Claims oder gesündere Alternativen fester Bestandteil des Alltags. Ob zuckerfrei, aus natürlichen Inhaltsstoffen oder mit speziellen Vitaminen angereichert: Sie dienen längst nicht mehr nur zur Flüssigkeitsaufnahme. Und aktuelle Marktanalysen lassen vermuten, dass gesundheitsfördernde Produkte auch in den nächsten Jahren bevorzugt gekauft werden. Der Megatrend „Health and Wellness“ verliert voraussichtlich nicht an Bedeutung und wird die zukünftigen Entwicklungen der Getränkebranche weiterhin stark beeinflussen.










